Funkpeilung
Was ist Funkpeilung?
Funkpeilung (englisch: Direction Finding, DF) bezeichnet die Bestimmung der Richtung, aus der ein Funksignal empfangen wird. Dies ermöglicht die Lokalisierung von Sendern – sei es zur Suche nach versteckten Sendern (Fuchsjagd), zur Ortung von Notsendern oder zur Störungssuche.
Es gibt verschiedene Methoden der Funkpeilung, von der klassischen Drehantenne bis zu modernen computergestützten Verfahren. Auf diesen Seiten kannst du die verschiedenen Methoden kennenlernen und mit interaktiven Simulationen experimentieren.
Peilmethoden
Klassische Peilung
Die ursprüngliche Methode: Eine Richtantenne (z.B. Yagi oder Loop) wird gedreht, bis das Signal maximal oder minimal ist. Die Richtung des Maximums/Minimums zeigt zum Sender.
Simulation starten →AOA (Angle of Arrival)
Mit mehreren Antennen an verschiedenen Standorten wird jeweils der Winkel zum Sender bestimmt. Der Schnittpunkt der Peilstrahlen ergibt die Position des Senders (Triangulation).
Simulation starten →Phasen-Peilung
Durch Messung der Phasendifferenz eines Signals zwischen mehreren Antennen kann die Einfallsrichtung berechnet werden. Basis für moderne Peilsysteme und Phased-Array-Radare.
Simulation starten →TDOA (Time Difference of Arrival)
Die Laufzeitunterschiede eines Signals zu verschiedenen Empfängern erzeugen Hyperbeln. Der Schnittpunkt mehrerer Hyperbeln lokalisiert den Sender – ähnlich wie GPS funktioniert.
Simulation starten →Anwendungen der Funkpeilung
- Amateurfunk-Fuchsjagd (ARDF): Sportliche Suche nach versteckten Sendern
- Notfunkortung: Lokalisierung von ELT (Emergency Locator Transmitter) bei Flugzeugunfällen
- Störungssuche: Aufspüren von Störsendern oder defekten Geräten
- Wildtier-Tracking: Ortung von Sendern an Tieren
- Militär & Geheimdienste: Aufklärung und Ortung von Kommunikation
Inspiriert von diesem Video.